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Apple wirft der EU politische Verzögerungstaktiken vor

Der Konflikt zwischen Apple und der Europäischen Kommission hat mit der jüngsten Ankündigung der Schließung von Setapp Mobile, einem Drittanbieter-App-Marktplatz für iOS, eine neue Eskalationsstufe erreicht. Laut einem Bericht von Bloomberg hat Apple der Kommission vorgeworfen, Änderungen zu blockieren, die das Unternehmen vor Monaten vorgeschlagen hatte.

Hintergrund der Auseinandersetzung

MacPaw, das Unternehmen hinter Setapp Mobile, erklärte, dass der Dienst am 16. Februar eingestellt wird. Grund seien die ‚immer noch komplizierten und sich entwickelnden Geschäftskonditionen‘ für alternative App-Stores in der EU. Diese Bedingungen sind ein Resultat des Digital Markets Act, der bereits seit mehr als zwei Jahren in Kraft ist und vorsieht, dass Apple Drittanbieter-Marktplätze auf iOS zulässt.

Appels Vorwürfe

Apple behauptet, die Europäische Kommission halte die notwendigen Änderungen absichtlich zurück. Im Oktober hat Apple einen formellen Plan zur Einhaltung der Vorschriften eingereicht, auf den die Kommission noch nicht reagiert hat. Ein wesentlicher Streitpunkt ist die Gebührenstruktur. Apple erhebt derzeit eine Core Technology Fee von 0,50 € pro Installation ab einer Million Installationen. Geplant war eine Änderung zu einer Umsatzbeteiligung von 5 %, um den Entwicklern ein wirtschaftlich attraktiveres Modell zu bieten.

Die Auswirkungen der EU-Richtlinien

Apple argumentiert, dass der Markt für alternative App-Stores in der EU begrenzt sei und nicht an den Unternehmensrichtlinien liege. Es gibt bereits fünf alternative Marktplätze, darunter der Epic Games Store. Die Europäische Kommission hat jedoch angemerkt, dass die von Apple vorgeschlagenen Änderungen noch nicht in Kraft seien und deshalb die Schließung von Setapp Mobile möglicherweise beschleunigt haben.

Das Ringen um die Zustimmung der Kommission

Der Digital Markets Act verlangt von Unternehmen wie Apple eine Offenheit gegenüber Drittanbieter-Systemen. Apple betont, die notwendigen Schritte unternommen zu haben, um diese Transparenz zu gewährleisten. Allerdings sieht das Unternehmen seine Bestrebungen durch die Verzögerungen der EU blockiert. Es bleibt abzuwarten, ob und wann die Kommission auf Apples Änderungsvorschläge reagieren wird.

Die Auseinandersetzung deutet auf größere Spannungen zwischen Tech-Riesen und den europäischen Regulierungsstellen hin, wobei der Ausgang dieses Disputs weitreichende Auswirkungen auf die zukünftige Geschäftsstrategie von Apple haben könnte.

Quelle: www.macrumors.com

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